Safari in Simbabwe

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Simbabwe, eines der schönsten und vielfältigsten Safari- und Reiseziele im südlichen Afrika. Und auch einer der letzten, großen Geheimtipps wenn es um Safaris in Afrika geht. Das Land ist mit fruchtbarer Erde, grandiosen Landschaften und einem atemberaubenden Tierreichtum gesegnet. Nicht umsonst gilt Simbabwe als eines der besten Safarigebiete der Welt. Die Mana Pools (vier riesige Becken in einem Nationalpark, welche vom Sambesifluss gespeist werden) oder der Hwange Nationalpark (Simbabwes größtes Wildtierreservat an der Grenze zu Botswana und den Ausläufern der Kalahari-Wüste gelegen) im Südwesten des Landes sind absolute Geheimtipps unter Safarikennern und werden nur wenig von Touristen besucht. Simbabwe besitzt mit mehr als 65.000 Elefanten eine der größten Elefantenpopulationen der Welt. Bekannt wurde Simbabwe vor allem durch seine Vergangenheit zur Kolonialzeit und den spektakulären Viktoria Fälle. Die allgemeine Situation in Simbabwe hat sich seit Antritt der neuen Koalitionsregierung deutlich entspannt und organisierte sowie Selbstfahrer-Reisen sind nach unserer Einschätzung wieder gut möglich. Allerdings, das sollte gesagt sein, waren wir nur im südlichen Teil des Landes, welcher schon seit je her das touristische Zentrum Simbabwes darstellt.

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UNTERWEGS NACH SIMBABWE

Wir flogen mit Condor vom Flughafen Frankfurt/ Main nach Windhoek/Namibia und von da weiter miz unserem gemieteten Camper über Namibias Norden über Botswana nach Simbabwe. Einfacher ist es, direkt von Windhoek nach Victoria Falls/Simbabwe zu fliegen. Hier ist man bereits mitten im „Touristischen Zentrum“ Simbabwes.

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REISEZEIT FÜR SIMBABWE

Reisen nach Simbabwe sind ganzjährig möglich. Das Jahr kann in drei Jahreszeiten eingeteilt werden, mit einer heißen Regenzeit von November bis März, einer kühlen Trockenzeit von Mai bis August und einer warmen Trockenzeit von August bis Oktober.

Die beste Zeit für Safaris sind die trockenen Monate von März bis November.Von Juni bis September fällt so gut wie kein Regen (gut für Safaris, schlecht um die imposanten Victoria Fälle zu bewundern). Diese lassen sich natürlich am besten in der Regenzeit bewundern.

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SEHENSWÜRDIGKEITEN UND AKTIVITÄTEN

Unbedingt sehen muss man den Hwange Nationalpark. Ein prachtvoller, wenn auch in „die Jahre gekommenes“ Wildtierreservat mit diversen Camps zum Übernachten (Viele müssen vorher reserviert werden!). Wer den Etosha oder Krüger Nationalpark kennt, wird erst einmal erstaunt sein, wie menschenleer Nationalparks im südlichen Afrika sein können. Safari ohne Menschenmassen- herrlich. Wer eine überaus herzliche Lodge in Mitten der Natur sucht, welche mit einer grandiosen Organisation, sehr professionellen Guides und Mitarbeitern überzeugt und trotz der Abgeschiedenheit inmitten des Naturreservats nicht auf Luxus verzichten möchte, muss einen Abstecher in die Bomani Tented Lodge einplanen. Wir waren hin und weg von diesem Flecken Erde. Sundowner auf der Motorhaube unseres Jeeps sitzend und dabei Elefantenherden im Sonnenuntergang beobachten, Lagerfeuer im Camp mit den köstlichsten Weinen und umwerfendem Grillbuffet, in der Nacht vom Bett aus den Fressgeräuschen der Elefanten und den Tieren am hauseigenen Wasserloch lauschen, frisch gebackenes Brot am nächsten Morgen bevor es um halb sieben auf die nächste Safari geht, um den „König der Tiere“ aus nächster Nähe zu beobachten. Umwerfende, unbezahlbare Tage, welche wir hier in der Bomani Lodge verbringen durften. Wer Simbabwe besucht, kommt an den Victoria Fällen nicht vorbei. Wer die Tage zuvor allerdings in den menschenleeren Gebieten der Nationalparks verbrachte wird allerdings vom Trubel der Menschenmengen aus Reisebussen fast erschlagen.

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INSIDER TIPPS FÜR SIMBABWE

Den besten Rat, den ich geben kann, ist den Kontakt zu den Einheimischen zu suchen. Wir durften in Simbabwe derartig hilfsbereite und freundliche Menschen kennenlernen, welche uns viel von „ihrem“ Simbabwe, der früheren Kolonialzeit und ihren persönlichen Geschichten erzählten. Die Menschen sind in vielen Teilen des Landes sehr arm und dennoch sind wir auch eine Unterstützung gestoßen, wenn wir etwas brauchten, wie es uns aus dem „reichen“ Nachbarland Botswana fremd war.

US Dollar in kleinen Scheinen dabei zu haben. US Dollar wird als Währung lieber angenommen als die eigene Landeswährung.

Einreise mit einem PKW/Camper aus Botswana: Um die Einreise nach Simbabwe geistern fast so viele Mythen und Gerüchte, wie Wasser die Vic Falls hinab fließt- und zugegeben, auch wir haben uns davon anstecken lassen und hatten merklich Respekt davor. Horrorgeschichten von 8 stündiger Wartezeit, Bestechung und dergleichen hatten wir gelesen. Entweder hatten wir einen sehr guten Tag erwischt oder an diesen Geschichten ist einfach nichts dran. Wir waren morgens um halb acht bereits am Grenzübergang (Übernachtet hatten wir im Senyati Camp in Kasane/Botswana) und waren, nachdem wir an drei verschiedenen Schaltern jeweils unterschiedliche Gebühren zahlen mussten (Visa für uns, Geld fürs Fahrzeug und irgendeine Straßenversicherungsgebühr), nach einer dreiviertel Stunde in Simbabwe. Allerdings, das muss einem bewusst sein, sind gerade die Gebühren für die Einreise mit dem PKW recht dubios. Die Preise variieren hier aus uns unerklärlichen Gründen stark und erklären kann es einem keiner der Grenzbeamten so wirklich. Die Einreise mit dem Auto ist zudem wirklich unverschämt teuer, was einem ebenfalls vorher klar sein sollte.

Thema Autofahren in Simbabwe. Gerade der Süden verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz. Aber: Alle paar Kilometer stehen Polizeikontrollen. Einmal wollen sie Lichter getestet haben, einmal erklären sie einem, dass man ein Schild nicht beachtet hätte oder sie wollen einfach den Inhalt des Kofferraumes begutachten. Wir haben mit verschiedensten Selbstfahrern gesprochen und alle machten diese Erfahrung. Wer ohne eine 20 Euro Zahlung wegen einer nicht-funktionierenden (oder nicht vorhandenen)- Rücknummernschild-Beleuchtung Simbabwe bereist gehört als Selbstfahrer wohl zu den Glückspilzen J

SONSTIGE EMPFEHLUNGEN FÜR SIMBABWE

Von uns getestete und für sehr gut befundene Unterkünfte:

Flüge mit Condor nach Windhoek oder Südafrika und dann mit z.B. Air Namibia für kleines Geld nach Victoria Falls.

Objektive, Objektive, Objektive! Wir hatten uns für unsere Safari professionelle Objektive von Lens Avenue (klick) ausgeliehen. Eine Investition, welche sich wirklich mehr als gelohnt hat. Für mich das perfekte (wenn auch nicht all zu handliche) Safari- Objektiv: Das Canon EF 70-200mm. Wen man daheim nach Monaten die Bilder anschaut und einen das Fernweh überkommt, hat man alles richtig gemacht! Ach und ein Fernglas! Ganz wichtig um auch Tiere in weiter Entfernung richtig gut beobachten zu können. Wir hatten unseres ebenfalls über Lens Avenue geliehen.

So platt es klingt: Eine Sonnenbrille. Selten so ein helles und farbintensives Land erlebt wie Simbabwe und ohne meine geliebte Ray Ban Sonnenbrille (klick) wär ich aufgeschmissen gewesen.

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*Diese Reise wurde mit freundlicher Unterstützung von Imvelo Safari Lodges, Condor, Lens Avenue, Engelhorn und Asco Car Hire durchgeführt.*

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