{A Travel Inspiration List}

Manchmal habe ich das Gefühl die Zeit rast. Früher, als ich noch klein war, hieß es öfter „ das kannst du alles mal machen wenn du groß bist“. Pah. Jetzt bin ich groß. Mit einsfünfundsiebzig vielleicht sogar etwas über dem Durchschnitt und mit meinen Ende Zwanzig ist wenns gut läuft auch schon etwa ein Viertel (wenn wir mal von optimistischen 100 ausgehen) der Zeit rum. Das klingt jetzt negativer als es sollte. Aber irgendwie stimmt es ja. Dann gab es die Zeit wo alle sagten „während des Studiums hast du Zeit für sowas“. Ja gut, Anfangs vielleicht noch die Zeit aber das Geld nicht, in der Momentanen Situation so kurz vor dem Abschluss habe ich so ziemlich keines von Beidem. Olé olé, tolle Wurst. Da hab ich also weder Zeit noch Geld, werde bis in einigen Jahren nen Stall voll Kinder groß ziehen (naja, vll auch nur nen kleiner Stall- who knows), bin beruflich (und wenns zum Stall kommt sowieso…) auf Urlaub in schnöden Ferienzeiten angewiesen und überhaupt: Wer will denn schon mit nem Stall voller Kinders den Himalaya sehen?!? Also gut. Der Reihe nach.

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{Puerto Rico}

Als verwöhntes und dennoch ganz passabel geratenes Einzelkind genoss ich den Vorteil den Einzelkinder so haben, von Klein auf über all mitgeschleift zu werden. In meinem Fall, mit Airliner Mutti, hieß das: Ich weiß wie ich mich an sämtlichen großen deutschen Flughäfen durchschlage, als Kind der Süddeutschen Provinz kenne ich mich in deutschen Großstädten erstaunlich gut aus und weiter als über Europa hinaus ging es komischer Weise nie. Lag vielleicht auch daran, dass mich die ersten Lebensjahre (naja, so etwa bis Ende der Grundschule) ein Wohnwagen durch halb Europa schaukelte und es für mich nichts größeres gab als den Sommerferienanfang und die Aussicht, während Eros Ramazotti im Kassettenrekorderfach fröhlich seinen Verflossenen hinterher schluchzte, Stundenlang im Auto mit Öko-Klimaanlage (ergo: offenes Fenster) in den Süden gekarrt zu werden. Kind of an adventure. Ich liebte es.

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{Österreich}

Jedenfalls kann ich mich noch gut an einen Moment am Frankfurter Flughafen erinnern. Wir, gerade auf dem Weg nach Berlin, treffen meinen Mitschüler, welcher samt Family auf dem Weg in die USA waren. Ich kann mich mit meinen damals vll 10 Jahren nur noch an den gruseligen Anblick des U.S. Airways Fliegers erinnern wie er da mit seiner dunklen Lackierung am Gate stand und die durch die Gangway einsteigenden Menschen förmlich für 10 Stunden verschlang- obwohl der Anblick von Menschen die in Flugzeuge einstiegen ja eigentlich nichts ungewöhnliches war. Ab da hatten Langstreckenflüge für mich etwas unheimliches und ich dankte meinen Eltern innerlich dafür, nie diese in meiner Vorstellung grauenhaften, langweiligen, gruseligen und unheimlichen Flüge nach „irgendwo ausserhalb Europas“ machen zu müssen. I’m a lucky girl. Außerdem hatten für mich Langstreckenflüge immer was mit „Jahrelanger Planung“ zu tun. Dass man einfach innerhalb von 2 Wochen einen 10 Stunden Flug buchen kann und dort dann einfach so hinfliegen kann- irgendwie gabs das für mich nicht.

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{Dominica}

Erst 2010 mit dem Männchen änderte sich das Schlagartig. Zwar war mein erster Langstreckenflug (never again Paris-Orly) eine reinste Katastrophe, dennoch hat mich diese Reise angesteckt- angesteckt die Welt zu sehen. Oft und viel. Ich mag meine Heimat. Dennoch haust in mir der kleine Zwerg, der in mir ständig auf den Fernweh Knopf drückt. Kaum sehe ich Reisereportagen ist es um mich geschehen. Lese ich Artikel von neuen Spots will ich am liebsten sofort los. Auf die Plätze, Rucksack an und los. Es gibt für mich nichts schöneres als neue Länder, fremde Menschen und Kulturen, ein Sprung in einen neuen Ozean, ein Land mit einer noch nie gehörten Sprache…

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{Peter Island, British Virgin Islands} 

Irgendwie entwickelte sich aus diesem Fernweh eine {Travel Inspiration List}- Dinge die ich unbedingt mal machen, mal sehen, mal tun, mal ausprobieren möchte. Ständig wird diese Liste erweitert und vor meinem inneren Auge springen Herzchen auf und ab wenn ich sie anschaue.

–       Auf einem (Container-) Schiff durch den Panamakanal reisen (geplant für 2014)

–       Die San-Blas- Inseln / Panama erkunden (geplant für 2014)

–       Den Himalaya sehen

–       Für meine Oma ihren Traum leben: Eine Reise  durch Alaska

–       Mit einem Camper von Buenos Aires bis Feuerland fahren

–       Peru bereisen und meinen Fuß in den Titicaca-See strecken

–       Das afrikanische Vierländereck: Namibia-Sambia-Simbabwe-Botswana

–       Mit Walen schwimmen- Ort egal.

–       Als Hochzeitsreise unseren Freund in frz. Polynesien besuchen

–       Nochmals in meine isländische Wahl-Heimat reisen

–       Eisbären sehen in der Hudson Bay

–       Auf die Pferderennbahn in Hong Kong gehen

–       Nach Canada-Reisen und mit dem Camper von der Ost- zur Westküste

–       Skifahren auf dem Mt. Kilimandscharo

–       Inselhopping extrem: Le Reunion, Seychellen und Mauritius in einer Reise

–       Mit einem Expeditionsschiff von Feuerland zum Südpol fahren

–       Unbedingt nochmal: Rooftop-Party in Singapur

Was sind eure Traumziele?

Habt einen tollen Sonntag,

Anja

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 {Puerto Rico}

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