Japanische Nudelsuppe

Meine Besten,

könnt ihr euch noch an mein Posting zu unserem Städtetrip nach Singapur erinnern, bei welchem ich euch ganz begeistert von diesen Glibber-Nudeln erzählte? Diese verfluchten Nudeln geisterten mir seit August im Kopf herum und nirgendwo konnte ich herausfinden wie diese eklig anmutenden Nüdelchen heißen. Getreu dem Motto „vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen“ oder auch „das Gute liegt so nah“ will ich vor einigen Tagen nach der Uni nur kurz durch den Asia-Shop 2 Häuser weiter huschen- und da sehe ich sie. FotoEingeschweißt in Folie sehen sie so alles andere als appetitlich aus und der Verkäufer schaut mich auch dementsprechend schräg an, wie ich ihm da freudig grinsend und mein Glück kaum fassen könnend zwei Tüten dieser Glibber-Nudeln entgegenstrecke, welche auch gut und gerne als Köder im Anglerbedarf durchgegangen wären. Aber gut. Egal. Vermutlich kauft diese Nudeln hier sonst keiner. Lustigerweise ist genau dies auch sein nächster Satz. Als ich dann noch frage, ob er denn Dashi-Granulat (das asiatische Pendant zu gekörnter Brühe- nur mit fischigem Aroma) da hat, hat mich der gute Mann dann glaub für komplett bekloppt gehalten und hat nur noch gelacht. Da kommt das gestresste Blondi um halb acht abends in den Laden gestürmt um diesen dann eine halbe Stunde später freudestrahlend mit eklig anmutenden Nudeln und (überteuerter) Brühe im Arm wieder zu verlassen. Er kann’s ja auch nicht besser wissen.

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Daheim angekommen wurden dann sofort die Urlaubsfotos rausgekramt und anhand der Bilder alles in die Brühe geworfen, was der Suppe auf den Bildern ähnlich sah. Gut. War auch nicht so schwer. Kurz die Nudeln in die Brühe geworfen und aufgekocht, Sojasoße hinzu, Röst- & Lauchzwiebeln über den im Teller drapierten Nudeln platzieren. Und dann gespannt den Teller anstarren. Dann Augen zumachen, die ersten Nudeln in den Mund bugsieren (was gar nicht so einfach ist angesichts der Konsistenz) und gespannt drauf warten ob meine Geschmacksnerven jubeln oder mich verfluchen. Ich muss sagen- ich bin begeistert. Wer Singapur-Feeling für Zuhause möchte muss es ausprobieren (wenn es auch traurig ist dass für mich japanische Nudelsuppe nach Singapur schmeckt- vielleicht schmeckt für Asiaten ja italienische Pizza nach Paris?!? Nunja,  das ist wohl eine andere Geschichte). Die Dashi-Brühe schmeckt für uns schon etwas gewöhnungsbedürftig, leicht nach Fischsoße. Wem das zu heavy ist, der kann bestimmt auch Hühnerbrühe verwenden. Die Nudeln sind wirklich mein Highlight und müsst ihr unbedingt ausprobieren. Heißen U-Dong (oder auch Udong) Nudeln und gibt es (wie ich jetzt gelernt habe) im Asialaden um die Ecke 🙂 Die Brühe könnt ich flexibel mit Gemüse, Lauch, Pilzen, Zwiebeln… aufmotzen- am Schluss noch ein paar Röstzwiebeln drauf und einen Schuss Sojasoße.

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Ihr braucht:

300g U-Dong Nudeln

1 Stange Lauchzwiebeln

3TL Dashi-Granulat

100ml Sojasoße

1 El Röstzwiebeln

(Wem die Brühe zu kräftig ist kann 1-2EL Mirin, süßer Reiswein, zugeben)

So geht’s:

In einem großen Top 1L Wasser aufkochen. Granulat zugeben. Nudeln zugeben und nach Packungsanweisung etwa 5-10 Minuten aufkochen. Lauchzwiebeln in Ringen zufügen.

Alles auf einen Teller geben, einen guten Schuss Sojasoße hinzugeben und mit Röstzwiebeln bestreuen.

Wer mag kann noch Garnelen in der Suppe mitkochen oder panierte, gebackene Garnelen dazu reichen.

Hier nochmal das Original zum Vergleich.

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Und hier mein Werk.

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Macht es euch schön und schönes Fernweh,

Anja

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